Ein eigener Brunnen fängt lange vor dem ersten Spatenstich an: mit guter Planung. Wer hier ein paar Dinge richtig macht, spart sich später viel Ärger, Geld und Enttäuschung. Wir gehen die wichtigsten Fragen der Reihe nach durch – von der Stelle über die Tiefe bis zu den Kosten.
Wo ist bei dir Wasser?
Der wichtigste erste Schritt.
Bevor du über Pumpen, Rohre oder Kosten nachdenkst, musst du wissen, ob und wo auf deinem Grundstück nutzbares Grundwasser vorhanden ist – und wie tief es liegt. Das entscheidet über alles Weitere.
Du musst das nicht raten: Es gibt amtliche Grundwasserkarten, du kannst bei der Unteren Wasserbehörde nachfragen, und oft hilft schon ein Gespräch mit Nachbarn, die bereits einen Brunnen haben.
Wasserader finden
Die richtige Stelle für deinen Brunnen bestimmen.
StandortGrundwasserspiegel-Karte
Wie tief liegt das Grundwasser bei dir?
TiefeWie tief ist das Grundwasser?
So findest du es Schritt für Schritt heraus.
StandortGrundwasserstand ermitteln
4 praktische Wege, es selbst herauszufinden.
Wie tief muss dein Brunnen werden?
Tiefe richtig planen.
Die nötige Tiefe hängt direkt vom Grundwasserstand ab – und davon, wofür du das Wasser nutzen willst. Für die Gartenbewässerung reicht oft weniger als für eine ganzjährig sichere Versorgung, weil der Grundwasserspiegel im Sommer sinkt.
Wer zu knapp plant, steht in der Trockenzeit ohne Wasser da. Welche Faustregeln wirklich helfen, liest du im Beitrag.
Was kostet ein eigener Brunnen?
Realistisch kalkulieren.
Die Kosten schwanken stark, und pauschale Zahlen aus dem Netz helfen dir wenig. Was am Ende zusammenkommt, hängt von Tiefe, Bauart und davon ab, ob du selbst baust oder einen Fachbetrieb beauftragst.
Ein einfacher Rammbrunnen ist schon für wenige hundert Euro machbar, ein tiefer Bohrbrunnen kostet ein Vielfaches. Wir rechnen es für dich pro Meter durch.
Selbst bauen oder bohren lassen?
Die ehrliche Entscheidung.
Nicht jeder Brunnen muss vom Profi kommen. Einen Rammbrunnen kannst du bei günstigen Bodenverhältnissen und geringer Tiefe selbst schlagen. Sobald es tiefer wird, kommst du um einen Fachbetrieb kaum herum.
Welcher Weg für dich sinnvoll ist, hängt vor allem von der nötigen Tiefe und deinem handwerklichen Geschick ab.
Häufige Fehler bei der Planung
Was du vermeiden solltest.
Der häufigste Fehler ist, die Tiefe zu knapp zu planen: Im Frühjahr steht das Grundwasser hoch, im Hochsommer sinkt es ab – wer nur auf den aktuellen Stand schaut, steht in der Trockenzeit womöglich ohne Wasser da.
Ebenso oft wird die Bauart falsch gewählt oder die Reihenfolge verwechselt: Erst wird gebohrt und dann über die Genehmigung nachgedacht – dabei sollte es umgekehrt sein.
Und danach? Die Anmeldung nicht vergessen
Sobald du Grundwasser entnimmst, kommen rechtliche Pflichten ins Spiel. Das ist kein Grund zur Sorge – aber du solltest es wissen, bevor du loslegst.
Zur Genehmigung & Anmeldung